Themenbereiche am Beispiel der Auftragsproduktionen für das FWU Institut für Film und Bild: 

 

 

32 02695  "Bedenkzeit" - Konflikt am Arbeitsplatz 

 

Die Geschichte ist einem authentischen Fall nachgestellt. Der Buchdruckerlehrling Manfred verweigert die Anweisung, „Brotzeit zu holen“, mit der Begründung, er habe schon vorher zu viele Nebenarbeiten erledigen müssen und komme nicht zum Lernen. Es ist Urlaubszeit und Stress. Der mit einem Kunden vorbei kommende Chef ist empört und gibt Manfred 15 Minuten Bedenkzeit. Die Kollegen und sein Meister versuchen, Manfred zu überreden, aber er weigert sich trotzdem. Da erhält er vom Chef nach Rücksprache mit dessen Anwalt die fristlose Kündigung. Zur gründlichen Analyse eines Konflikts zwischen einem Auszubildenden und seinen Vorgesetzten wurde die Form des Spielfilms gewählt. Dadurch erhielt  jeder Szene die didaktisch jeweils relevante Funktion der Motivation und Problemkonfrontation.. Einen Schwerpunkt bildet die Darstellung psycho-sozialer Strukturen und Prozesse der Betriebshierarchie, die zum Verständnis  der Konfliktsituation beiträgt.

 

(Fortsetzung der Fallstudie in den Filmen: 'Bedenkzeit. 2. „Arbeitsgerichtsprozess“ und Bedenkzeit.  „Geheime Beratung“ ) 

 

 

32 02696 Arbeitsgerichtsprozess. 

 

Der in dem Film „Bedenkzeit“. 1.“Arbeitskonflikt' mit einer fristlosen Kündigung endende Arbeitskonflikt zwischen dem Buchdruckerlehrling Manfred und seinem Chef wird vor dem Arbeitsgericht verhandelt. Der Film zeigt Ausschnitte aus dem Güte- und dem Kammertermin und endet mit dem Abschluss der Zeugenvernehmung.

 

Auf die Bekanntgabe des Urteils wurde m Film verzichtet, um den Schülern Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik und zu einem eigenen Urteil zu geben. Durch die Gestaltung als Spieldokumentation ist der Film wirklichkeitsnah, im Film führt ein Arbeitsrichter mit seinen beiden Beisitzern die Verhandlung so, wie er sie auch in der Arbeitsgerichtspraxis führen würde: Der Lehrling hat den Beistand einer Rechtsschutzsekretärin des DGB, die Arbeitgeberseite wird durch den Syndikus des Arbeitgeberverbandes vertreten.

 

(Fortsetzung der Fallstudie in „Bedenkzeit“. 3. „Geheime Beratung“)

 

 

32 0269i Geheime Beratung 

 

Der in dem Film „Bedenkzeit 1. Arbeitskonflikt“ mit einer fristlosen Kündigung endende Arbeitskonflikt zwischen dem Buchdruckerlehrling Manfred und seinem Chef wurde in dem Film „Bedenkzeit. 2. Arbeitsgerichtsprozess“ vor dem Arbeitsgericht verhandelt. Der Film „Bedenkzeit, 3. Geheime Beratung“ zeigt Ausschnitte aus der geheimen Beratung des Arbeitsrichters mit seinen beiden Beisitzern, je einem Vertreter der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite, nach Abschluss der Beweisaufnahme. Anstatt einer Urteilsverkündung wird gezeigt, wie sich die Richter bemühen, ein der persönlichen Situation des Lehrlings wie des Chefs wie auch der Rechtslage angemessenes Urteil zu finden. In der Spielsituation konnte die in Wirklichkeit geheime Beratung nachgestellt werden. Das Gericht tendiert dazu, Manfred Recht zu geben, will aber nochmals eine Güteverhandlung versuchen, da es sich der realen Machtverhältnisse im Betrieb bewusst ist und fraglich ist, wie lange ein Urteil Manfred tatsächlich nützt.

 

 

32 03133 Wir haben doch ein Recht darauf 

 

Jugendliche eines selbstverwalteten Jugendzentrums in einer Großstadt erproben die Ausübung von Grundrechten:Sie haben eine Baracke besetzt und kämpfen nun um ihre Entfaltungsmöglichkeiten in einem selbstverwalteten Jugendzentrum. In einer selbst hergestellten Zeitung veröffentlichen sie ihre „ungeschminkte Meinung“. Sie berufen sich auf die im Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit, bekommen aber zu spüren, wie schnell sie mit den Grundrechten und den Interessen anderer Menschen in Konflikt geraten. Gleichzeitig erfahren sie, wie sie von einer örtlichen Zeitung unter Missbrauch ihres Vertrauens ungestraft diffamiert werden. Die einen fühlen sich In ihren Rechten verletzt, andere versagen der Jugendgruppe wegen ihres polemischen Vorgehens die weitere Unterstützung: 

 

Bel der Herstellung einer zweiten Zeitung lernen die Jugendlichen, Tatsachen und Meinungen auseinander zu halten und ihre Meinungen und Interessen so differenziert zu äußern, dass sie ernst genommen werden müssen. Der Spielfilm wurde unter Mitwirkung betroffener Jugendlicher, Journalisten und Behördenvertreter tatsächlichen Ereignissen nachgestellt; er ermutigt zur Nutzung der Grundrechte, indem er deren Wirkung nicht abstrakt, sondern in einem konkreten gesellschaftlichen Prozess im Spannungsverhältnis einander widersprechender Interessen und Rechte darstellt, die ständig ausbalanciert werden müssen.

 

 

32 03336 Kaufen Sie jetzt - zahlen Sie später 

 

Die Realisierung von Konsumwünschen und sportlichen Zielen - hier der Motocross-Sport - wird von zwei Jugendlichen durch Kreditaufnahme und Ratenzahlungen umgesetzt. Der Film zeigt ua durch die Mitwirkung eines Europameisters in einem authentischen Wettbewerb die Attraktivität des Sports, gleichzeitig aber, wie Statusdenken, überzogene Erfolgserwartungen und mangelnde Finanzplanung bei einem von beiden zu einer immer höheren Verschuldung und schließlich zu einer aussichtslos scheinenden Überschuldung führen. Der Jugendlichen wendet sich an einen Kredithai, findet aber erst durch eigene Offenheit und die Solidarität der Freunde aus der Notlage, die mit dem Motorrad auch die Schulden teilen.

 

Eingebettet ist die Spielhandlung in die Freizeitaktivitäten einer Jugendgruppe, die sich selbst im Film darstellt.

 

 

32 03444 Wettbewerb 

 

Im Wettbewerb zwischen zwei Einzelhändlern werden am konkreten Beispiel die Grundprinzipien des Wettbewerbsrechts aufgezeigt und Verstöße dagegen dargestellt. Gleichzeitig wird mit der Geschichte eines sich selbständig machenden Kleinunternehmers ein wesentliches Element der Wettbewerbswirtschaft angesprochen: jedem ist es erlaubt, sich als Produzent von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der Gesetze selbständig zu machen.

 

 

32 03697 Vater, würdest Du nochmal nach Deutschland gehen 

 

Der 65jahrige türkische Arbeitsmigrant Gani B. aus der Hafenstadt Mersin erzählt auf Fragen seiner Tochter, wie er das wurde, was er ist:  eine vielfaltig verwendbare “Arbeitskraft", sich seines Könnens bewusst und noch immer schaffensfroh, nach 23 Jahren in der Fremde auf der Suche nach einem von Entfremdung freien Leben in der Heimat, im Kreis seiner Kinder und Enkel die bäuerlichen Traditionen seiner Vorfahren wieder aufgreifend. In nachgespielten Szenen und in Gesprächen wird die frühzeitige Einführung des jungen Türken in eine vielseitige Berufsweltwelt ebenso deutlich wie die wirtschaftliche Not und der politische Druck, der Anfang der 60-er Jahre auch gut ausgebildete Türken zwang, ihre Arbeitskraft im Ausland zu verkaufen. Für die Migrationsmotive wie für die persönliche Lebenslage von Gastarbeitern kann dieses behutsame Portrait Respekt und Verständnis wecken und damit Vorurteile abbauen helfen.

 

 

32 03698 Zwischen Istanbul und München 

 

Der 15 jährige Hauptschüler Özgür hat seine Hausaufgabe – ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf – schlampig und unvollständig abgeliefert. Den Lehrer lässt Özgürs schweigendes Zurückweisen aller Gesprächsangebote in Zorn geraten: „Wie soll ich Dich verstehen, wenn Du nicht mit mir sprichst?“ In Bildern aus seiner Kindheit, in der Konfrontation mit Lehrer und Mitschülern, rekonstruiert der Firm Özgürs persönlichen Lebenslauf und seine Träume und Hoffnungen. Istanbul und München sind mehr als geographische Pole: im kulturellen Spannungsverhältnis zwischen beiden Lebensräumen aufgewachsen, sucht Özgür nach verbindenden Werten und Lebensentwürfen. Während Özgür sich eingesteht, dass er sich in Istanbul nach München und in München nach Istanbul sehnt, möchte er, dass seine Kinder „mal wissen, wo sie daheim sind und wo sie hingehören.“

 

 

32 0379i Freiheit hinter Gittern 

 

Jugendliche Strafgefangene beim Klettern in Gebirge. Sie sprechen über ihr Verständnis von Freiheit. Beim Klettern handelt es sich um eine erlebnispädagogische Maßnahmeder Jugendstrafvollzugsanstalt. Der Film begleitet die Jugendlichen zurück In den Strafvollzug. Er zeigt die unterschiedlichen Stadien vom geschlossenen über den gelockerten zum offenen Vollzug. In einund derselben Anstalt begegnen sich Elemente des traditionellen Vollzugs (z.B. Einschluss hinter Stahltüren, Gitter, Arrest) und Elemente des Reformvollzugs im Sinne einer Erprobung von „Freiheit hinter Gittern“. Der Film zeigt Probleme und Konflikte einer „totalen“ Institution wie Disziplinarmaßnahmen , subkulturelle Erscheinungsformen, Reibungen zwischen Gefangenen und Vollzugspersonal ebenso wie die Chancen im Bereich der schulischen und beruflichen Bildung und der Lockerung im Vollzug.

 

 

32 10008 42 01334 Bis zum Bundesverfassungsgencht 

 

Eine Arbeitnehmerin verschweigt bei ihrer Einstellung, dass sie schwanger ist. Als der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfährt, wird der Arbeitnehmerin gekündigt. Sie geht vor das Arbeitsgericht. Das Arbeitsgericht stellt sich auf den Standpunkt, die Frage nach der  Schwangerschaft sei unzulässig gewesen und habe daher auch wahrheitswidrig beantwortet werden dürfen. Dennoch sei die Kündigung rechtens, da die Schwangerschaft, wenn auch unverschuldet, dem Arbeitgeber nicht innerhalb der gesetzlichen Frist des § 9 Mutterschutz-gesetz mitgeteilt worden sein. - Die Arbeitgeberin verliert auch vor dem Landes- und Bundesarbeitsgericht und geht schließlich vor das Bundesverfassungsgericht. Erst dort erreicht sie eine verfassungskonforme Auslegung und Abänderung des § 9 Mutterschutz-gesetzes, dass nämlich eine unverschuldete Fristversäumnis nicht zur Aufhebung des Mutterschutzes führen darf, da insofern der verfassungsrechtlich geschützte Mutterschutz Vorrang hat vor dem Interesse des Arbeitgebers an der Einhaltung einer Fristbestimmung.

 

Der einem authentischen Fall nachgestellte Film zeigt unter Mitwirkung von realen Richtern und Anwälten die Konflikte der betroffenen Arbeitnehmerin innerhalb und außerhalb des Betriebes und gibt Einblick in die Arbeitsweise der Arbeitsgerichte und des Bundes-verfassungsgerichts. Er endet mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Gunsten der Arbeitnehmerin. Dieses Beispiel zeigt, dass Grundrechte nur leben, dh in den Alltag hinein wirken, wenn sie auch in Anspruch genommen werden.

 

 

32 10021 42 00946 Hart. aber gerecht? 

 

Ein Schuldner will nicht zahlen. weil er meint. die Forderung sei unberechtigt. Der Film verfolgt unter Mitwirkung realer Gerichtspersonen den Weg der Forderung vom Mahnverfahren über das Vollstreckungsverfahren und die verschiedenen Stadien der Zwangsvollstreckung bis zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und der Meldung bei der Schufa. Er erläutert das Grundprinzip des Zivilrechts: Gläubiger und Schuldner müssen sich selbst um ihr Recht kümmern, der Schuldner muss sich wehren, wenn er glaubt, eine Forderung sei unberechtigt.

 

 

32 10022 42 00947 Zahlungsunfähig 

 

Ein kleiner Bauunternehmer gerät unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten. Der Film schildert unter Mitwirkung eines erfahrenenen Konkursverwalters und vor einem authentischen Gericht das zunächst erfolgreiche Vergleichsverfahren. Als der Bauunternehmer wegen ausbleibender Zahlungen und geplatzter Wechsel seiner Auftraggeber erneut in Zahlungsschwierigkeiten gerät, kommt es zum Konkurs und zur Auflösung des Betriebes. – Die Gläubiger gehen weitgehend leer aus.

 

 

32 10053 42 01790 Jugend und Kriminalität 

 

Celina, 18, erzählt von einem Tag im Leben ihrer Clique: Sie sind Skateboarder. Christian kann nicht skaten, will aber  trotzdem dazu gehören. Er klaut, um sich ihre Freundschaft zu erkaufen. Ümüt ist von zuhause abgehauen und bei Fossi, dem „Chef“ der Clique, untergekommen. Kampfsport hilft den Jugendlichen, Körpergefühl und Fairness zu trainieren. Im Freizeitheim ist Disco angesagt, für Michael verboten – statt einer Begründung gibt sein Vater ihm eine Ohrfeige. Als Paul, schon 23, seine Freundin anmacht, schlägt Michael zu. – Alle Fairness ist vergessen, die Jungs spielen die Helden. Ausgerechnet jetzt hat Christian – im Wettkampf mit Seymen – Pauls Auto geknackt, für Fossi und andere Anlass zu einerSpritztour, die, von der Polizei entdeckt, mit einem Unfall endet. Kirsten, als Einzige von der Polizei erwischt und der Mittäterschaft verdächtigt, will trotz väterlichen Drucks keinen verraten – die Freunde wollen sie aber auch nicht hängen lassen.

 

 

 

32 10111 42 01958 Jugendstrafverfahren 

 

Fortsetzung des Films •Jugend und Kriminalität". Dort knackten aufgrund einer Wette Kalle und Seymen ein Auto, was für Fossi und seine Clique Anlass zu einer Spritztour war. die mit einem bösen Unfall endete. Nur Kirsten, als Einzige erwischt, aber unschuldig, hat nun einen Vernehmungstermin bei der Kripo. Ihre Unschuld können allein die Täter bezeugen, die sie nicht verraten will. Kalle und Seymen wollen ihr jedoch helfen, kommen aus diesem Grund mit und sagen über ihre Beteiligung an der Tat aus. Da auch sie über die Mittäter schweigen und Seymen derzeit unter Bewährung steht, droht ihm Untersuchungshaft. Die übrigen Beteiligten beraten sich inzwischen mit Fossi, was sie tun sollen. Dieser will sich nur heraushalten. Als die Clique aber von Seymens drohender Untersuchungshaft erfährt, trifft Michael seine eigene Entscheidung. Er geht zur Polizei und sagt umfassend aus.

Der Fall wird mit realen Polizeibeamten und Juristen durchgespielt. Gespräche mit der Jugendgerichtshilfe und die Hauptverhandlung folgen.

 

 

32 10158 42 01988 Trau, schau wem, beim Kaufvertrag! 

 

Ein junger Mann sieht sein Traumauto, einen alten Rover, auf der Straße und lässt sich zum sofortigen Kauf hinreißen. Er zahlt bar und übernimmt den Wagen, ohne sich klar zu machen, mit wem er eigentlich den Vertrag abschließt. Der Wagen aber hat gravierende Mängel. Ausgehend von dieser Spielhandlung greift der Film typische Fehler bei Vertragsschluss und deren Konsequenzen nicht nur beim Kauf von Gebrauchtwagen auf, wobei der Grund für alles Missgeschick im leichtsinnigen und unüberlegten Umgang mit dem juristischen Instrument „Kaufvertrag“ liegt.

 

 

32 101i0 42 02169 Berufsausbildung im Handwerk 

 

lngo, ein 19-jähriger Auszubildender im letzten Lehrjahr, strebt die Gesellenprüfung zum Heizungs- und Lüftungsbauer an. Der Film zeigt ein am Beispiel unterschiedlicher Arbeitsplätze und der vielseitigen Motivation und Begabung von Ingo ein modernes Berufsbild. Wir sehen Ingo in der Betriebswerkstatt, auf der Baustelle, beim Kundendienst und in der Berufsschule Hier betreuen der Fachlehrer und der Fachpraxislehrer die Auszubildenden und weisen sie in die Arbeit ua mit dem Computer ein. Neue technische Entwicklungen im Gerätebau und in den Installationstechniken, verbunden mit dem Einzug der Elektronik und moderner Geräte- und Messtechnik, werden im Film angesprochen. Am Beispiel einer erfahrenen Meisters gelernten Heizungs- und Lüftungsbauerin, die Ingo durch die Geschichte begleiten, werden die Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten aufgezeigt.

 

 

32 10206 Vom Leben der Bauern im 19. Jahrhundert 

 

In einer Spielhandlung wird ein Tag aus dem Alltagsleben einer bäuerlichen Großfamilie aus dem 19. Jahrhundert dargestellt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Bauern-kinder Maria und Franz. Der Film ist eingebettet in ein großes, bewirtschaftetes Bauernmuseum. Er zeigt die Bauernfamilie als Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft, in der jedem, den Eltern und Großeltern, den Knechten und Mägden, aber früh auch schon den Kindern, ihre jeweils wichtige Rolle und Pflicht zukommt.

 

 

3210208 Wie ein Gesetz entsteht 

 

Am konkreten Beispiel der Auseinandersetzung um ein neues Ladenschlussgesetz lernen Schüler die einzelnen Schritte des Gesetzgebungsverfahrens vom Entwurf über die Beratung in den Ausschüssen bis zur Verabschiedung, die Rolle und die Aufgaben des Parlaments und seiner Opposition sowie den Einfluss der Verbände, der Lobby, und der Gewerkschaft kennen. Der Film macht so das Spannungsverhältnis von Verfassungsnormen und Verfassungswirklichkeit deutlich.  

 

 

32 10233 42 10233 Tablettensucht 

 

Annette, etwa 15, introvertiert und sensibel, hat sich aus einem elterlichen Streit in das Jugendzentrum geflüchtet und will dort Beruhigungstabletten nehmen, die sie zuvor der Mutter entwendet hat. Claudia. eine ältere Freundin, versucht, sie daran zu hindern. Die Sozialarbeiterin Sonja nimmt den Streit zum Anlass für ein Gespräch, an dem sich später noch weitere Freunde beteiligen. Durch deren Verständnis ermutigt, erzählt Anette in Rückblenden, wie ihr schon früh durch Eltern und Arzt beigebracht wurde, durch Tabletten häusliche und persönliche Probleme sowie Schulstress zu kompensieren. Das behutsame Zuhören und die Betroffenheit der Freunde motivieren Annette, zunehmend bewusster und ehrlicher die sie prägenden Kindheitserlebnisse und ihr problematisches Selbstverständnis zu reflektieren. In einem zum ersten Mal zugelassenen Gefühl der Wut verlässt sie die Freunde, kehrt aber zurück, um das Gespräch fortzusetzen.

 

 

3210272 42 10272 Jugendarbeitsschutz 

 

Ein Auszubildender im Berufsfeld Holz, ehrgeizig und sehr von sich überzeugt,  setzt sich mit den anscheinend hemmenden Prinzipien des modernen Jugendarbeitsschutzes auseinander.

 

Am Beispiel ausgewählter Ausbildungsinhalte in den drei Lehrjahren werden wichtige Aspekte der Arbeitssicherheit gezeigt. Parallel festigt sich sein Rechtsgefühl und seine zunächst unreflektierte Einstellung zu den Vorschriften der Berufsgenossenschaft zur Arbeitssicherheit. Die so vermittelten Einblicke in die Arbeits- und Lernbedingungen eines Auszubildenden sind gleichzeitig auch anschauliche und aussagekräftige Beispiele aus der Berufswirklichkeit, wie sie im Rahmen des Berufsvorbereitung vermittelt werden sollen.

 

 

32 10278 42 10278 Föderalismus 

 

Der Dokumentarfilm schildert an einem realen Beispiel der Aufgabenverteilung in der Abfallpolitik die Struktur und das Grundprinzip des Föderalismus, das Subsidiaritätsprinzip: Die Müllbeseitigung regelt der Landkreis, die Genehmigung zur Erweiterung der Müllverbrennungsanlage in Hameln/Niedersachsen erteilt der Regierungsbezirk Hannover, die Rechtsgrundlage ist eine von Bundestag und Bundesrat zu entscheidende Verordnung mit Gesetzescharakter.

Eine Bürgerinitiative in Hameln wehrt sich. Der Regierungsbezirk genehmigt unter Berücksichtigung der Einwände der Bürger die Modernisierung, nicht jedoch Erweiterung der Anlage. Gleichzeitig dokumentiert der Film die Auseinandersetzung zwischen Bundesregierung und Bundesrat um die die Abfallbeseitigung grundsätzlich regelnde Verordnung, die „Technische Anleitung Siedlungsabfall“. Da hierdurch die Interessen der Länder massiv berührt sind, muss der Bundesrat zustimmen. Die schließlich im Ausschuss verabschiedete Fassung stellt einen Kompromiss gegensätzlicher Auffassungen und Interessen dar, der jedoch neue Perspektiven in der Abfallbeseitigung offenhält und einer ungehemmten Entwicklung hin zur Müllverbrennung entgegensteht.

 

 

3210295 4210295 Ein Tritt mehr ...

 

Der Film wurde entwickelt und gedreht mit jugendlichen Strafgefangenen, er wurde deren realen Erfahrungen und Biographien nachgestellt.

 

Andy, 20, verbüßt eine mehrjährige Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung – er hat mit seinen Skinhead-Kumpels eine Punkdisko überfallen und dort einen anderen Jungen, der sich zur Wehr setzte, „zusammengetreten“. In Rückblenden erzählt er von seiner Suche nach Identität, seiner Angst und seinen Minderwertigkeitsgefühlen, von den Erfahrungen, die seine Einstellung zur Gewalt geprägt haben: Die Sprüche des Vaters beim Boxen „Feigling, Kopf hoch, Deckung ...“, dann die Rolle als Prügelknabe in der Schule, später – „immer auf der Suche“ – der Weg durch verschiedene Jugendsubkulturen von heavy metal über Punk zum Skinhead – „endlich wieder Arbeit, Freundin, endlich wieder wie´n Mensch aussehen ...“ dachte er. Nicht im Knast, sondern erst durch die Begegnung mit dem Opfer scheint ihm bewusst zu werden, wer er eigentlich ist, wozu er fähig ist.  

 

 

32 10307 42 10307 Philipp sucht Freunde 

 

Der etwa 11-jährige Philipp ist Außenseiter in seiner Klasse und kompensiert dies durch Aggressivität. Zuhause wird dies nicht verstanden. Auf der Suche nach einem Freund gerät Philipp auf seinem Streifzug durch Kaufhäuser an einen älteren Jungen, der ihn für Computerspiele begeistert und die erste Zigarette probieren lässt.  Die beiden bauen ein Baumhaus, auf dem Philipp seine Schatzkiste versteckt. Durch ein Theaterstück in der Schule wird Philipps Kreativität angesprochen, er findet in die Klasse zurück, gemeinsam erobern sie das Baumhaus zurück, das der ältere Junge aus Rache, weil Philipp in verlassen hat, zerstören will.

 

 

32 10345 42 10345 Kinder, Glotze und Computer 

 

Der Film beobachtet in Spielszenen Episoden aus dem Tagesablauf einer „ganz normalen Familie“. Der Umgang mit Fernseher und Computer droht das Familienleben zu bestimmen und Gespräche, Lesen,  Spielen und Sport zu verdrängen. Die „typischen“ Konflikte um die „Glotze“ regen an, die eigenen Erfahrungen kritisch zu reflektieren, eine Balance von Medien und anderen Freizeitaktivitäten zu suchen, hierbei Fernsehen und Computer kontrolliert und dadurch produktiv zu nutzen.

 

 

32 10356 42 10356 Zurückschlagen, Dazwischengehen, Wegschauen

 

Jugendliche drehen zwei Videofilme, um herauszufinden, wie sie das Problem der Gewalt in den Griff bekommen können.

 

1. Fall: Mike, aggressiv und angetrunken, provoziert zur Belustigung seiner Freunde auf dem Schulfest Kay und dessen Musikband, schlägt den sich wehrenden Kay nieder. Der schlägt nicht zurück, doch einige Umstehende „wollen Blut sehen“. Keiner geht dazwischen, bis die Regisseurin die eskalierende Szene abbricht.

 

Die Details der Geschichte werden beim Schnitt am Bildschirm analysiert, die Akteure reflektieren ihre Rollen: Mike hat Lust. Angst zu machen und Macht auszuüben, solange er sein Publikum findet. Kay überzeugt damit, Angreifer durch Worte zu entwaffnen und Gewalt nur als letztes Mittel anzuwenden. Die Umstehenden erkennen, wie sie durch ihre Zuschauerrolle und ihren unüberlegten Beifall zu einer Eskalation beigetragen haben, die eigentlich keiner gewollt hatte.

 

2. Fall: Eine Fahrt in der U-Bahn, Paul will, stimuliert durch ein knutschendes Pärchen, das sich über ihn lustig macht, gleichziehen und versucht, mit der langhaarigen blonden Miriam zu flirten. Aus Blödelei wird Grapscherei, je aggressiver der Typ, desto hilfloser das 

 

Mädchen. Keiner greift ein, als Paul Miriam nachläuft und schließlich in einen Hauseingang drängt.  Erst als Paul handgreiflich wird, geht ein älterer Erwachsener dazwischen. Die Regisseurin bricht die Szene ab.

 

Das Team streitet noch am Drehort über das einigen zu banale Drehbuch-Klischee: „starker Mann rettet arme Frau vor Bösewicht ...  „selber schuld, ich wäre ihm zwischen die Beine betreten ...“, sagt ein Mädchen. Am Bildschirm werden die „Knackpunkte“ der Eskalation analysiert. Paul wird erst jetzt das „Schmierige“ seiner Rolle bewusst. Für ihn und Miriam überlagern sich Film und Wirklichkeit, gespielte und reale Aggressivität, Hilflosigkeit und Angst. Durch die Analyse der Filmszenen wird den Mitspielern selbstkritisch bewusst, wie sehr und wie gerne sie sich mit ihrer jeweiligen Rolle identifiziert und dadurch zur Eskalation der Gewalt beigetragen haben.

 

 

42 00146 Eine Chance für Ali 

 

Der Lehrer Hennes D. unterrichtet ausländische Jugendliche In einer Jungarbeiterklasse. Einem seiner Schüler, dem aufgeweckten Türken Ali, will er helfen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Szenen des Spielfilms zeigen an verschiedenen realen Schauplätzen {Schule, türkische Familie, Behörden, Betriebe) die teils naiven Bemühungen des Lehrers, der mit Zähigkeit sein Ziel, einen Ausbildungsplatz, egal, welchen, erreichen will. Der Film thematisiert eine Reihe von Problemfeldern, mit denen sich Lehrer, die ausländische Jugendliche unterrichten, konfrontiert sehen und fragt nach Handlungsmöglichkeiten angesichts der bestehenden Schwierigkeiten. 

 

 

42 00220 Drei türkische Mädchen 

 

Der Film portraitiert In getrennten Abschnitten die drei türkischen Mädchen Hanim, Melek und Nurcan, die unterschiedlich lange in der Bundesrepublik Deutschland leben. Jeweils aus „typischen“, in Wirklichkeit sehr unterschiedlichen Herkunftsfamilien, aus Istanbul, Schwarzmeerküste und Ostanatolien kommend, suchen sie im Spannungsfeld der Kulturen und zwischen Familie und deutscher Umwelt nach jeweils ihrem eigenen Weg.

 

 

42 00358 Zusammenleben ist erlernbar - Ausländische und deutsche Jugendliche im Konflikt.

 

Eine nachgespielte Unterrichtseinheit zur Ausländerfeindlichkeit stellt Möglichkeiten des Dialogs undder Aufarbeitung dieser die Klasse bewegenden, den Lehrer aber beunruhigenden Thematik vor. Am Beispiel einer in Gewalt eskalierenden realen Fernseh-Szene sollen die Schüler kontrolliertes Diskussionsverhalten einüben. Ein anonymer Zettel „Kanaken raus, Kanakenbräute auch“ fliegt. Der Lehrer möchte den Zettel vernichten, den Konflikt am liebsten „verbieten“, die Schüler aber wollen wissen, was auf dem Zettel steht. Das vom Lehrer gewollte Pro- und Kontraschema reicht nicht, die Emotionen zu kontrollieren. Dass die Emotionen schließlich zugelassen und formuliert werden, hilft den Schülern deutscher und anderer Herkunft, einander besser zu verstehen. Gespräche mit einem Vertreter der Ausländerbehörde, schließlich eine von den Schülern selbst inszenierte Szene, wie man den Konflikt mit dem Zettel auch anders lösen kann, lässt sie im Austausch ihrer Alltagserfahrungen Handlungsmöglichkeiten des Zusammenlebens entwickeln.

 

 

42 00i48 Wer nicht wählt, wählt trotzdem 

 

Vor der Bundestagswahl 1987 werden vier Jungwähler mit unterschiedlichem politischen  Standort vorgestellt. Der Film fragt, wieweit ihre jeweilige soziale Herkunft und Lebenserfahrung ihren politischen Standort und damit ihre Wahlentscheidung beeinflusst. Gemeinsam besuchen sie verschiedene Wahlkampfveranstaltungen und Stände der Parteilen, um sich kritisch mit deren Aussagen und Programmen auseinander zu setzen. Die vielfältigen individuellen Motive des Wahlverhaltens werden deutlich – den „kritischen Wähler“ als Muster schlechthin gibt es nicht, allerdings fördert auch die unmittelbare Auseinandersetzung mit den Parteivertretern und ihren Programmen eine kritisch-nüchtern reflektierende Wahlentscheidung.

 

 

42 01195 Freiheit hinter Gittern, Langfassung. 

 

Der Film stellt eine erweiterte Fassung des gleichnamigen 16-mm-Films 32 03797 dar, er zeigt am Beispiel der Jugendstrafanstalt Adelsheim (Baden-WOrrtemberg) die Situation junger Strafgefangener in den unterschiedlichen Stadien des Strafvollzugs und setzt sich mit den Möglichkeiten einer individuellen Resozialisierung unter den Bedingungen einer „totalen“ Institution zwischen den Interessen der Sicherzeit einerseits, der Pädagogik und Sozialarbeit andererseits, auseinander.  Gegenüber der Kurzfassung werden zusätzlich folgende Themen behandelt: Einzeltherapie, die Auseinandersetzung mit der Tat und dem Opfer, die Freigängerproblematik, die Entlassungsvorbereitung, die Bedeutung des Sports für die Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftsfähigkeit.

 

 

50 19020 Zivilrecht 

 

Das Beispiel eines rechtsunerfahrenen Jungen Mannes, der einen Autokaufvertrag mit einem anscheinend seriösen Händler abschließt und nun wegen Mängeln am Auto um sein Recht auf Rückgabe prozessieren muss, vermittelt in 2 Kurzspielfilmen unter Mitwirkung von realen Richtern und Rechtsanwälten Grundinformationen über das Zivilrecht und das Zivilprozessrecht. Die Diareihen zeigen Schlüsselszenen aus den Filmen, aus denen wichtige Rechtsbeziehungen des Alltags und die Stationen eines Zivilprozesses deutlich werden. Gesetzliche Grundkenntnisse und die wichtigsten Rechtsnormen des Zivilrechts und Zivilprozessrechts sowie Vertragsentwürfe sind in den Kopiervorlagen abgedruckt.

 

 

5019060 Rechtskunde: Strafrecht 

 

Das Medienpaket besteht aus: 2 x 16-mm-Tonfilmen, 2 Diareihen mit zusammen 20 Dias, 1 Kopiervorlagensatz mit 8 Schülerarbeitsbogen. In dem Film 'Der Tatbestand' geht es um den Diebstahl eines Mercedes aus einer Autowerkstatt. Bevor die beiden jugendlichen Täter, Klaus und Werner, Lehrlinge der Werkstatt, den Wagen einem Hehler übergeben können, verursachen sie einen Unfall und werden von der Polizei festgenommen.  Diese nimmt auch  deren Freund, den zufällig unterwegs zugestiegenen, von zu Hause ausgerissenen Manfred fest, der an dem Diebstahl nicht beteiligt war. Der Film schildert die Motivation der jungen Leute – aus Abenteuerlust ist eine Straftat geworden.

 

Der Film 'Zum Strafverfahren' stellt unter Mitwirkung professioneller Personen den Gang des Strafverfahrens dar. Es zeigt die Rechte des Beschuldigten vor der Polizei und der Justiz. Beim Haftprüfungstermin kommt nur Manfred wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft, da er seine Mitwirkung an der Straftat zunächst zweifelhaft blieb. Erst in der Hauptverhandlung stellt sich nach dem Geständnis der Haupttäter und einer zweifelhaften Zeugenaussage

 

seine Unschuld heraus. An Stelle eines Urteils erklären die Beteiligten am Verfahren, die Richterin, der Staatsanwalt und der Verteidiger, ihre professionelle Haltung zum Verfahren.

 

20 Dias geben wichtige Stationen des Films wieder. Die Kopiervorlagen enthalten einen

 

Urteilsentwurf und Auszüge aus den wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen des Strafgesetzbuches, des Jugendgerichtsgesetzes und der Strafprozessordnung.


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