Aktuelle Projekte

    

Lehr-Dokumentarfilme + Begleitmaterial zu den Themen: 

 

1. "Von der Suche nach Glück zur Glücksspielsucht"               

 Signatur: 4672571 / 5561815, Begutachtungskommission B-Württ.: "Der Daumen" 

                   

Lehr-Dokumentarfilm, 2 Teile á 23 + 29 min, 3 Bonusfilme = 33 min, Begleitmaterial + links der Aktion Jugendschutz aj eV Bayern,

fachliche Begleitung: Aktion Jugendschutz, Dipl.Psych.Dr.Tim Pfeiffer-Gerschel IFT,

 

Zielgruppe Sek. I + II, außerschulische Jugend- und Elternarbeit                                      

 

Link zum Trailer Glücksspiel ©2017: https://youtu.be/v9yo97YhCWw

 

Comenius-EduMedia-Siegel 2018:

Laudatio „Von der Suche nach Glück zur Glücksspielsucht“:

 

„Im Comenius-Wettbewerb 2018 erhält das DMP Von der Suche nach Glück zur Glückspielsucht" das Comenius-EduMedia-Siegel.

Das im Begleitmaterial  umfassend und überzeugend begründete Aufgreifen der Thematik "Glückspielsucht" erfolgt in zwei Lehrfilmen. Teilfilm 1 konzentriert sich auf pädagogisch-inhaltlicher Ebene auf die Gründe für ein Abgleiten in die Glücksspielsucht: z.B. Spaß, Tempo, Suche nach Bestätigung und Glück. Konstruktive Lösung werden gleichfalls thematisiert: z.B. Musik, Sport, Naturerlebnisse, Arbeitsfreude, Liebesbeziehungen.

Teilfilm 2 liefert verschiedene persönliche Erfahrungsberichte zur Spielsuchtproblematik.

Auf didaktisch-methodischer Ebene werden Interviews mit Vertretern der Peer-Gruppe und Psychologen sowie konkrete Erfahrungen im Test der Peer-Gruppe mit Glücksspiel  eingesetzt. Einzelne Sequenzen lassen sich gesondert in spezifischen Problemlagen einsetzen. Die Interviews im 2. Teilfilm sind umfänglich und umfassen unterschiedliche Problemlagen und Herangehensweisen.

Die medial-gestalterischen Anforderungen sowie die ergonomisch-technischen Anforderungen sind einfach und sicher gestaltet.

Insgesamt liefert das DMP der Zielgruppe aus Mitarbeitern der Jugendhilfe (Sozialarbeitern, Lehrern, Psychologen) eine vielseitige, sehr gut einsetzbare und anregende Materialsammlung zur Behandlung und Prävention von Glücksspielsucht.“

 

Der Film verfolgt den Präventionsansatz: Nicht Abschreckung, "nicht das Gefühl, sondern Wissen schützt ".

 

Diesem Ansatz liegt die zentrale Botschaft zugrunde: "Such Dir Dein eigenes Glück". Nur wer ein Bewusstsein zum Stellenwert des Geldes, vor allem aber zu seinen Vorbildern, seinen Glücks- und Zukunftsvorstellungen entwickelt, wer für sich weiß, welche Werte ihm wichtiger sind als das "schnelle Geld", ist geschützt vor dem Reiz des Glücksspiels. Und: "Übernehmt Verantwortung füreinander."

 

Die beiden Teilfilme können jeweils selbständig eingesetzt werden. Der erste Teilfilm besteht aus 3 Kapiteln, die, aufeinander aufbauend, die Botschaft entwickeln: "Wir alle spielen gerne und jeder von uns ist auf der Suche nach dem Glück - such Dir Dein eigenes Glück, dann brauchst Du nicht ins Casino gehen."

 

Auf 11 kurze, beispielhafte Szenen individuellen Glücks unter Freunden, in der Musik, in der Natur, im Sport, in der Arbeit folgt ein Experiment: Casino im Klassenzimmer - Casino im Kopf. Eine Schulklasse erprobt bei Black Jack, Roulett und am Spiel-automaten, moderiert durch einen Suchttherapeuten, wie schnell der Reiz des Glücksspiels einen in den Bann zu ziehen vermag. 

 

Am Computer einer Klinik erläutert dann der Suchttherapeut an Hand von MRT - Bildern Süchtiger unter Bezug auf das Experiment, wie das Hirn die Sucht erlernt. Sein Fazit: Jeder der spielt, ist gefährdet. Der Übergang zur Sucht ist fließend. Nicht das Gefühl, Wissen schützt.

 

Im zweiten Teilfilm schildern 3 junge Menschen ihren jeweils ganz individuellen Weg in die Sucht, aber auch aus der Sucht. Die wichtigsten Anker: Zurück zu Freundschaft und Familie, Sport, Arbeit, das offene und ehrliche Gespräch, Scham, Leidensdruck und die Einsicht in die Abhängigkeit als Motivation zum Ausstieg aus der Sucht. 

    Der 13-jährige D. erklärt am Laptop, wie einfach schon Gleichaltrige zB mit der Kreditkarte der Eltern im Internet um Geld spielen - die Werbung ist ommnipräsent, es gibt keinen effektiven Jugendschutz, nur Prävention durch Eltern und Schule.                                                                               

 

Alle im Film Mitwirkenden haben mit 15-16 Jahren begonnen, exzessiv zu spielen.

 

80 % der 14-18-Jährigen haben Erfahrung mit Glücksspiel um Geld, 20 % spielen monatlich, 10 % regelmäßig mehrmals im Monat (Hbg.Bus-Studie 2012) mit bis heute massiv steigender Tendenz. Prävention ist gefragt - in der Schule, wo sonst!

 

Das Bonusmaterial enthält ein interaktives Theaterstück zum Thema Glücksspiel, das Gedicht eines ehemals Süchtigen über die Qual der Sucht, ein Interview mit Prof.Dr. Tilman Becker, Leiter des Projekts Glücksspiel der Uni Hohenheim: Sein Fazit: Die Experten wissen, was zu tun ist, die Politik nicht. Sein Rat: Was die Schule vermitteln soll.

 

Das Medienpaket wurde fachlich begleitet von der Aktion Jugendschutz aj eV Bayern und greift auf deren Info-Material und Links zurück. 

 

Angebotsschreiben: 

 

Sehr geehrte MitarbeiterInnen der Medienzentren, Beratungsstellen, Schulen, Selbsthilfegruppen,   

  mit dem beigefügten Angebot möchte ich Ihnen meine Medieneinheit „Von der Suche nach Glück zur Glücksspielsucht“  vorstellen, fertig gestellt Ende 2017 in Zusammenarbeit mit der Aktion Jugendschutz Bayern und der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern sowie unter fachlicher Begleitung von Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel, Suchttherapeut und Geschäftsführer des IFT Institut für Therapieforschung. Die auf PDF angebotenen didaktischen und inhaltlichen Hinweise sowie die dortigen Links zu den Materialien der Aktion Jugendschutz bieten ausführliche und didaktisch hochwertige Informationen und Arbeitsaufträge für die schulische und außerschulische Arbeit.

  Mit diesem Projekt möchte ich einen nützlichen Beitrag auch zu Ihrer Arbeit mit suchtgefährdeten oder süchtigen jungen Menschen und deren Angehörigen anbieten.

 

Zum Inhalt der Medieneinheit:

  Etwa 80 Prozent der Jugendlichen haben bereits Glücksspiel - Erfahrung. Die Probleme fangen früh an, schon bei 13-, 14- und 15-Jährigen. Es agiert allein in Deutschland ein aggressiver Markt von 35 Milliarden Euro. Etwa 20 Mrd. werden von süchtigen Spielern generiert. Der Internetzugang, in dem sich auch Kinder und Jugendliche stundenlang bewegen und dabei von Glücksspielwerbung berieselt werden, ist exzessiv, zu 98 Prozent illegal und nicht kontrollierbar. Nach den jüngsten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist vor allem der Konsum von Online-Glücksspielen bei Jugendlichen problematisch: 22,4 Prozent der 12-17-Jährigen und 14,9 Prozent der 18-25-Jährigen nutzen die Angebote exzessiv und riskieren negative gesundheitliche Folgen und/oder den Verlust sozialer Kontakte. – Wem sage ich das ...

 

   Der einzige Weg, Suchtverhalten zu vermeiden oder den Weg aus der Sucht zu finden, ist –    wo, wenn nicht in der Schule, in der Jugendarbeit und in der Arbeit mit Betroffenen - die frühe Aufklärung und inhaltliche Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und dem Reiz des Glücksspiels, bei Suchtkranken dann die Hilfestellung, um Störungsbewusstsein und Therapie-Motivation zu entwickeln.

  Mit unserem Film holen wir die Jugendlichen „dort ab, wo sie stehen“, nämlich bei ihrer Suche nach Glück und bei der uns allen eigenen Lust am Spielen. Hierzu bietet der Film als Diskussionsgrundlage 11 Szenen von erfolgreicher Glückssuche unter Freunden, in der Musik, im Sport, in der Natur, in der Arbeit, in der Liebe.  Drei der elf Glückssuchenden sind bez. waren süchtig – man wird kaum erraten, wer von den Dreien.

  Dr. Pfeifer-Gerschel, ein erfahrener Suchttherapeut, wagt sodann mit SchülernInnen einer 9.Klasse ein  Experiment: Casino im Klassenzimmer. Am Black Jack-Tisch, Roulette und Geldspielautomaten erleben die Schüler den gefährlich schnellen Reiz des Glücksspiels – Beinahegewinn, Reize im Sekundentakt, Flucht aus der Wirklichkeit. Eine Gruppe spielt, die andern beobachten, wie rasch sich die Spieler verändern, den Überblick verlieren, weitermachen wollen.

  Der magisch blinkende Spielautomat wird demontiert, „entmystifiziert“: Es ist nur ein Computer, heimtückisch programmiert auf Verführung und Abhängigkeit: Anfangs meist Gewinn, dann Verlust.

Hieraus werden mit den SchülernInnen die Kernfragen der Prävention erarbeitet: 

"Was schützt Dich? - Nicht das Gefühl - Wissen schützt .... und Menschen, die hinter Dir stehen ... was nimmst Du mit an Erfahrung? - Du verlierst immer. Und übernehmt Verantwortung auch für Eure Freunde". 

  Anders als in den diversen, auf You Tube zu findenden FS-Dokus stehen also nicht ältere und gescheiterte Süchtige, sondern Jugendliche im Fokus, werden nicht Sucht-Dramen, sondern - ausgehend von der Suche nach Glück - Wege in die Sucht, aber auch aus der Sucht erzählt.  Die Botschaft: Such Dir Dein ureigenes Glück, dann verfällst Du nicht dem Kick des schnellen, gekauften Glücks. Mach Dir klar, welche Vorbilder, welche Ziele, welche Wertvorstellungen Du hast?

  An MRT-Bildern, in Greenscreen-Technik korrespondierend mit Szenen aus dem Experiment, erfahren wir dann vom Therapeuten, wo im Hirn die Sucht „gelernt“ wird.  – Die Übergänge sind fließend!

  Drei noch junge Süchtige berichten dann über ihre jeweils ganz individuelle Suchtkarriere und ihren individuellen  Weg aus der Sucht: Störungsbewusstsein und Motivation, dann Therapie. Ihre zentrale Erfahrung: Die Bedeutung von Freundschaft, Familie, Sport und Arbeit.  Ein Schwerpunkt: Der Reiz des Online-Glücksspiels und dessen mediale Präsenz aus der Sicht eines 13-Jährigen und zweier Älterer.

  An Hand von drei Bonusfilmen - Fabios Gedicht, Szenen aus einem Mitmach-Theaterstück zur Glücksspielsucht, sowie einem Interview mit Prof. Dr. Becker, Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel der Univ. Hohenheim - kann die zuvor erarbeitete Thematik vertieft werden. Prof. Dr. Becker greift Szenen aus dem 2. Teilfilm auf, um den Transfer der Glücksspielproblematik in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang einer weithin medial propagierten „Zockermentalität“ herzustellen und Vorschläge zur Präventionsarbeit anzubieten.  

 

 

Zum didaktischen Konzept:

  Der Gesamtfilm, bestehend aus zwei Teilfilmen, ist nach dramaturgisch wie inhaltlich auf einander aufbauende Sequenzen (Kapiteln und Unterkapiteln) gegliedert. Er kann in einem Hauptmenü - jeweils als Ganzes und / oder in einzelnen Sequenzen - zur Unterstützung der Diskussion abgerufen werden.    

  Ferner eignen sich die einzelnen Kapitel auch, für sich betrachtet, als Diskussionsgrundlage. Man kann in dem Film quasi wie in einem Buch blättern.

  In den in der DVD auf PDF angebotenen Arbeitsvorschlägen und Materialen der Aktion Jugendschutz kann das Thema erschöpfend vertieft und in Arbeitsaufträgen bearbeitet werden. Zusätzlicher eigener Recherchen bedarf es darüber hinaus daher nicht.

 

4 Gründe sprechen aktuell für den Einsatz dieser Medieneinheit in Schulen und Beratungsstellen:

 

            - Die Anerkennung durch den Europ. Comenius-Wettbewerb und die      

               Bewertungsstelle B.-Württemberg,

 

 

              -  die zwischenzeitlich guten Erfahrungen viele Lehrer-Innen und    

                  Berater-Innen bei Einsatz der Filme,

 

               -  die Ergebnisse einer jüngsten Studie 09.2018 (Hayer ua),          

                   Altersdurchschnitt 13,6 Jahre, zur hohen Prävalenz  für das Glücksspiel  

                   bereits im Kindes- und Jugendalter. Aktuell hat jeder Zweite 11-19

                    Jährige an Online-Glücksspielen teilgenommen.

                                                                       (zitiert nach BAS Heft 38, 22.11.18).

 

                -   Dramatisch hierbei: Die Grenzen von Online- Computerspiel und  

                  Online-Glücksspiel – überlagert von Werbung – werden zunehmend  

                      verwischt: Versteckte Werbung – unterschwellige Botschaften!

            

         Aktuelles Extrembeispiel: siehe www.youtube.com/embed/mI2RDJkpNFc -    

                    ein modernes „Helden“ - Epos:

                   „montanablack.de“ ist mit 19.000 zahlenden Abonnenten und ca. 2,6 Mio  

                    Followern allein auf Youtube der größte deutsche Lifestreamer. Er präsentierte  

                    auf Twitch das derzeit unter Kindern und Jugendlichen populärste  Survival-

                    Computerspiel „Fortnite“ und verknüpfte es mit versteckter Werbung für ein  

                   illegales Online-Casino, wo er am Spielautomaten angeblich € 80.000,- Gewinn  

                    machte.

 

Die dringende Botschaft der BZgA:

 

  • Angesichts bestehender Defizite im Glücksspielbereich sind spezifische Präventionsprogramme für Jugendliche dringend geboten.

 

  • Simuliertes Online-Glücksspiel suggeriert unrealistisch hohe Gewinnraten, um Jugendliche möglichst lange im Spiel zu halten und (erfolgreich) zum Glücksspiel mit Geld zu verleiten.

 

  • Jugendliche sind besonders empfänglich gegenüber Werbebotschaften und Erfolgsstories, vor allem, wenn diese in den stundenlang frequentierten sozialen Netzwerken zu finden sind:  frühere Leitbilder: Sänger, Sportprofi, Model. Heute: „Influencer werden, Kohle machen ...".

 

  • Angesichts der sich zunehmend verwischenden Grenzen von Online-Computerspielen und Online Glücksspiel sollen Programme zur Förderung der Medienkompetenz junger Menschen um die Thematik des Glücksspiels erweitert werden. 

 

Anfragen und Bestellungen erbitte ich per mail an info@gripsfilm.com oder per Fax 089/799174.

 

Angebot für Medienzentren:

   KOL unbefristet  incl. 1 DVD plus Ö+V – Rechte: € 350,- brutto incl. Versand

   Einzellizenz Ö+V incl. 1 DVD: brutto € 180,- incl. Versand, nur KOL unbefristet:

   € 280,-, 1 zusätzl. DVD € 25,-

Angebot für Beratungsstellen/Kliniken/Selbsthilfegruppen: 1 DVD brutto € 35,- incl. Versand

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Gripsfilm Hans-Peter Meier

Wilhelm-Leibl-Str.10, 81479 München,

Tel. 089/799092, Fax 089/799174, Mobil: 0171-7030549  

 

 

2. Menschenrechte – Deine Rechte (noch in Arbeit)

Eine Bürgerin siegt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
Lehr-Dokumentarfilm, ca. 35 min, mit Boni und Unterrichtsmaterial, zur Europäischen Menschenrechtskonvention und zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg,                                                                                           
Zielgruppe: Sek.I+II

Signatur: 4672573 / 5561817
            
Der Film dokumentiert am „Fall“ Brigitte Heinisch, dass Europa keine Leerformel ist und dass die Europäische Menschenrechtskonvention über innerdeutschem Recht steht. Aber Recht lebt nur, wenn es kompetent und mutig auch in Anspruch genommen wird. Die Altenpflegerin Heinisch kämpft erfolglos gegen den Pflegenotstand in einem Berliner Altenstift. Sie bringt die Missstände an die Öffentlichkeit und erfährt eine breite Solidarität. Aber nichts ändert sich. Der Arbeitgeber kündigt ihr. Frau Heinisch klagt und verliert vor den deutschen Gerichten. Sie wendet sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und siegt – Meinungsfreiheit geht vor. Sie muss entschädigt werden, das deutsche Arbeitsrecht muss nun zu Gunsten der Arbeitnehmerrechte umgeschrieben werden.
Der Film wird erzählt aus der Sicht von Berliner SchülernInnen, die wie Journalisten recherchieren und Frau Heinisch über die Stationen ihres Kampfes um ihr Recht und um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen durch die Instanzen begleiten. Schließlich befragen sie eine den Beschluss unterzeichnende Richterin, Frau Prof.Dr. Nussberger, nach den tragenden Gründen der Entscheidung und ihre Auswirkungen auf das innerdeutsche Recht. Im Fokus stehen Menschenwürde, Rechtsgefühl und Solidarität unter Kollegen wie mit den alten Menschen. - Und Europa als Chance und Auftrag.

        

3. Verdacht auf Missbrauch – Was tun?

Handlungshinweise zum Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt

(in Produktion)
Lehr-Dokumentarfilm, ca. 35 min, mit Boni und Unterrichtsmaterial. Zielgruppe: SeK.II, Eltern, Lehrer

Signatur: 4672574 / 5561819

 

Gewalt und Missbrauch sind meist verbunden mit vielschichtigen Signalen, die es zu deuten gilt.  Die Arbeit der Einrichtungen der Sozialarbeit, von Polizei und Justiz, haben hier sehr an Qualität gewonnen. Dennoch ist die Entscheidung, zu handeln, zB sich an das Jugendamt zu wenden oder gar Anzeige zu erstatten, für das familiäre und schulische Umfeld der betroffenen Kinder nach wie vor eine große Barriere. Die einen schweigen hilflos, andere machen aus Betroffenheit und gut gemeintem Engagement häufig Fehler, die eine spätere kompetente Hilfe sowie den behördlichen und auch strafrechtlichen Schutz der Kinder behindern. Der „Missbrauch mit dem Missbrauch“ findet in solchen Fehlern seine Ursache. Hilflosigkeit und mangelnde Kompetenz sind ein wesentlicher Grund für die mangelnde Aufklärung und Prävention von Gewalt und Missbrauch an Kindern.
Diese Medieneinheit soll an das Medienpaket „Trau Dich“ (DVD – Matthiasfilm) anknüpfen, um älteren Jugendlichen, vor allem aber auch Eltern, Studenten, Lehrern,  Sozialarbeitern und Ärzten auf die Frage „Was tun, wenn ...?“ konkrete Hilfestellung zu geben. Sie enthält weiter Materialhinweise, bundesweite Adressen von Institutionen und Netzwerken, ferner Internet-links, um vorhandene Kompetenzen und Einrichtungen zu vernetzen.

 

4. Dein Recht auf gute Arbeit
Die globale und nationale Bedeutung der Internationalen Arbeiterorganisation ILO

(in Produktion)

Lehr-Dokumentarfilm, ca. 35 min, mit Boni und Unterrichtsmaterial + links, Zielgruppe Sek. I + II

Signatur: 4672575 / 5561821

 

„Der Weltfriede kann auf Dauer nur auf sozialer Gerechtigkeit aufgebaut werden“ (Präambel der Verfassung der ILO)  Der Film schildert ein nahezu unbekanntes, aber für jeden Jugendlichen beim Einstieg in die Berufswelt relevantes Rechtsgebiet: Die Internationalisierung des Arbeitsrechts durch die Internationale Arbeiterorganisation ILO und deren Einfluss auf das innerdeutsche Recht. Anhand zweier Beispiele aus dem Bauwesen und der Seefahrt wird die Rolle der ILO für das deutsche Arbeitsrecht und für den einzelnen Bürger erläutert und hinterfragt. Die Bauarbeiter in Deutschland haben seit Jahren mit vielen (auch tödlichen) Unfällen zu kämpfen, die nicht nur national sondern auch international über dem Durchschnitt liegen. So scheiden beispielsweise 56% aller Bauarbeiter wegen Unfällen so früh aus dem Arbeitsleben aus, dass sie nur eine Erwerbsminderungsrente bekommen. Der bundesweite Durchschnitt liegt lediglich bei 23%. Grund dafür ist nach Ansicht von IG BAU, der Gewerkschaft für Bauarbeiter, ein hohes Vollzugsdefizit bei den bestehenden Arbeitsschutz- und Gesundheitsstandards.
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist eine internationale Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie ist einmalig in ihrer Struktur, denn sie ist die einzige UN-Organisation, in der nicht nur  Regierungsvertreter in den Gremien mitarbeiten, sondern gleichberechtigt auch Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Diese dreigliedrige Struktur macht die ILO zu einem Forum, in welchem Regierungen und deren Sozialpartner frei und offen diskutieren können, um Arbeitsstandards zu entwickeln.
Der Film wird erzählt aus der Sicht von Berufsschülern bez. Gewerkschaftsjugendlichen, die wie Journalisten recherchieren. Sie befragen einen Bauarbeiter und  Seemann zu ihren Arbeitsbedingungen. Sie interviewen jeweils einen Vertreter der Gewerkschaften IG Bau (Robert Feiger) und ver.di (Barbara Ruthmann) zu ihren Auseinandersetzungen und Erfolgen im Beschwerdegremium der ILO für bessere Arbeitsbedingungen, ferner den deutschen Experten  Dirk Lindemann, der u.a. die deutschen Reeder vertrat.
Der Film wird Schülern vermitteln, wie wichtig die kritische Öffentlichkeit zu Arbeitsrecht und Arbeitsbedingungen ist, ferner hinterfragen, wie beeinflussbar nationale Staatsführung von internationaler Politik geworden ist und welche Chancen letztere – gestützt eine kritische Öffentlichkeit - für den einzelnen Bürger bietet.
   

5. Adipositas - ein dickes Problem                                                       

(in Planung)
Gesund und selbstbewusst werden und bleiben
Lehr-Dokumentarfilm, ca. 35 min, mit Boni und Unterrichtsmaterial + links, Zielgruppe 3.+4.Klasse, Sek.I

Signatur: 4672576 / 5561822
 
Ein heiter stimmender Dokumentarfilm soll Kindern die vielschichtigen Ursachen von Adipositas bewusst machen: Die individuelle Anlage, die es anzunehmen gilt, vor allem aber der Teufelskreis aus seelischem Stress, Spott und Ausgrenzung, Frust, medialen Mustern und medialem Konsum, Einsamkeit, Langeweile, zuwenig Sport und zu viel Pommes und Fernsehen und dann wieder Spott und Ausgrenzung ...  
Eine Studie aus den 80- er Jahren: Kinder betrachteten Photos von dicken / dünnen Kindern – wen hätten sie gerne zum Freund / zur Freudin. Einige Kinder bevorzugten Dicke – die seien gemütlich und verlässlich. Vor kurzem wurde die Studie wiederholt: Kein einziges Kind wollte einen dicken Freund / Freundin, Dicke sind stigmatisiert. Attraktiv ist nur, wer schlank ist. Schon Kinder haben heute dieses Schönheitsideal verinnerlicht  ... (Beate Herpertz-Dahlmann, Kinder-Jug.psych. Uni-Klinik Aachen)
Der Preis: Ein Drittel der Mädchen leiden unter Esstörungen und den damit verbundenen psychischen Problemen, jedes 200.ste an Magersucht, jedes 50.-100.ste  an Bulimie. Medien, so die speziell auf Mädchen zugeschnittenen Programme ( vgl. H. Klums  „Germany´s Next Topmodel“) und Jugendzeitschriften „konstruieren Entwicklungsnormen“.
Jedes 5. Kind aber hat Übergewicht oder leidet unter Adipositas, der krankhaften Fettsucht.  

Der Film zeigt am Beispiel des erfolgreichen und vielfach ausgezeichneten Projekts „Kinderleicht“ Wege, wie Kinder Adipositas abbauen und gesund, schlank und selbstbewusst werden und bleiben können.  
   

6.  Vertraue Deinem Bauchgefühl

(in Planung)
Über Wurzeln und Wesen der Intuition   
Lehr-Dokumentarfilm, ca. 35 min, mit Boni und Unterrichtsmaterial + links, Zielgruppe Sek. I + II

Signatur: 4672577 / 5561823

 

„Bauchgefühl“, Intuition, nennen die Psychologen jedes unbewusste Wissen, das ganz ohne Berechnung und Erklärung auskommt, das sich meist gar nicht begründen lässt, weil es keine logisch–empirisch begründeten Erklärungen gibt. Das sich aber Ausdruck verschafft in der bildenden Kunst, in der Musik, aber auch in Tausenden kleinen und großen Entscheidungen des Alltagslebens. Wir vertrauen jeden Tag diesem Gespür, das uns in Gesprächen wie traumwandlerisch den richtigen Ton treffen und nie da gewesene Situationen einschätzen lässt, das uns durch wogende Menschenmassen führt, ohne anzustoßen, das uns spontan handeln lässt, ohne dass wir unsere Reaktionen rein rational erklären könnten. Denken wir aber nach, geht es uns wie dem Tausendfüßler, der seine Beine zu zählen beginnt – er gerät ins Stolpern. Können wir der Intuition vertrauen? Was unterscheidet Intuition von Projektion, Vorurteil, Prägung?

Skeptische Jugendliche recherchieren in spannenden Experimenten unter sich und in den Labors von Wissenschaftlern: Wo sitzt, wie arbeitet Intuition – können, ja müssen wir unserem Bauchgefühl vertrauen. Ein Beispiel von historischer Dimension gab Oberstleutnant W.Petrow: Er saß am Auslöser, als sowjetische Satelliten irrtümlich einen atomaren US-Raketenangriff meldeten. Sein Gefühl sagte ihm, dass entgegen der Datenlage etwas nicht stimmen könne – er stoppte den programmierten atomaren Gegenschlag und rettete die Welt so vor einem 3. Weltkrieg.
   

7. Ich kenn´ den Gott - Soll ich ihn dir zeichnen?

(in Planung)
Gottesvorstellungen in Weltbild und Alltag von Kindern
Lehr-Dokumentarfilm, ca. 35 min, mit Boni und Unterrichtsmaterial + links, Zielgruppe 4. Kl., Sek. I + II

Signatur: 4672578 / 5561824

 

Der gängigen Diskussion um den angeblichen Verfall aller religiösen und moralischen Werte, um die drohende Verwahrlosung unserer Kinder und Jugendlichen, setzt das geplante Projekt die ebenso schlichte wie wissenschaftlich begründete wie filmisch evident dokumentierbare Botschaft Maria Montessoris, Jean Piagets und anderer entgegen: Kinder sind anders. Kinder sind die Baumeister ihrer selbst. Sie tragen den Bauplan ihrer religiösen und moralischen Entwicklung in sich.

Zu den faszinierendsten Beobachtungen im Zusammenleben mit Kindern gehört deren ursprüngliches, von spezifischen religiösen Lehren und Kulturen weitgehend unberührtes, tiefes religiöses Empfinden. Kinder lieben religiöse Bilder und Geschichten, Gotteshäuser und Zeremonien (wenn sie nicht zu langweilig sind) gleich welcher Religionsgemeinschaften. Kinder scheinen über besondere religiöse Sinne zu verfügen, die ihnen magische Bedrohungen signalisieren, mit deren Hilfe sie aber auch ihre eigenen magisch - religiösen Weltbilder entwerfen, in denen sie Schutz und Orientierung finden. Mit selbstverständlicher Freude und Ausdauer spielen und variieren sie Spiele mit religiösen Inhalten ebenso wie Abenteuer- oder Geschicklichkeitsspiele. In diesen Fähigkeiten gleichen und begegnen sich Kinder aller Religionen, Kulturen und Herkunftsländer.
Eine (nicht religiös geprägte) Mutter berichtet: Ihr 4 – jähriger Junge kommt mit aufgeschlagenen Knien vom Spielen nach Hause.  Die Mutter erschrickt, verbindet die Wunde und will ihren Sohn trösten. Doch der hat sich bereits getröstet. Er erklärt:
„Weißt Du, Mama, das war so: Mein Schutzengel war alt und ist gestorben. Jetzt hab´ ich einen neuen, der ist noch ganz jung  und hat noch keine Erfahrung und da ist es halt passiert. Aber der lernt es schon noch, mein neuer Schutzengel ...“
Ein Dialog unter Zweitklässlern auf die Frage, warum Gott, der doch, so die Kinder, immer lieb sei, in der Geschichte von der Arche Noah so viele Menschen und Tiere ertrinken lässt:
„  ... glaub ich nicht. Gott hat alle gerettet, die auf der Arche Noah keinen Platz mehr bekommen haben. Auf eine einsame Insel.“  „Der liebe Gott ist eine Frau.“ „Gott ist nicht böse. Er verzeiht den Menschen. Aber Teufel gibt es, die sind unter der Erde und machen die Menschen böse im Kopf.“
„Die Menschen sind oft böse, weil sie etwas haben wollen, das viel wert ist ... so ein Mensch kommt aber nicht zu den Teufeln, sondern ins Gefängnis.“
Böse Menschen kommen auch in den Himmel, aber sie müssen arbeiten und für die Engel die Harfen polieren  ... und den Thron vom lieben Gott putzen ... „
Ein Vierjähriger: „Mama, dieser Gott, was ist das für ein Kerl? Wegen einem Apfel schmeißt er die aus dem Paradies?! Wegen e i n e m  Apfel – so was von kleinkariert.“
Derselbe Junge mit 12, nun Gymnasiast: „Die hätten den Apfel ja nicht nehmen müssen“  (Was ist geschehen? Ist es die Karriereleiter über das Elitegymnasium zum künftigen Spitzenjuristen?!)

Die hier zitierten Beispiele kindlicher Phantasien zu Gott, Engeln und Teufeln deuten darauf hin, dass das religiöse Empfinden Kindern nicht „eingeimpft“ werden muss, sondern sich gemäß einer in ihnen angelegten Gesetzmäßigkeit entfaltet, die - in einer zweiten Phase - in die Entwicklung moralischer Vorstellungen ein mündet. Wertvolle Hinweise zu dieser Entwicklung des religiösen und moralischen Empfindens von Kindern verdanken wir Maria Montessori (aus „Gott und das Kind“, Herder 1995):

„Kleine Kinder zwischen drei und sechs Jahren haben eine besondere Psychologie. Sie sind voller Liebe ... Wenn man schlecht mit ihnen umgeht, so ändern sie ihre wirkliche Natur ... Die Liebe der Eltern ist die Sicherheit dieses Alters ... Da Liebe und Schutz die Notwendigkeit für dieses Alter sind, so muss das religiöse Gefühl Liebe und Schutz ausdrücken.

Mit sieben Jahren besitzt das Kind eine andere Psychologie. Es ist nicht mehr so abhängig von der Liebe seiner Eltern ... will unabhängig sein. Es ist an der Unterscheidung  zwischen Gut und Böse interessiert ... was wesentlich gut und schlecht ist ...  Wenn ein anderes Kind etwas tut, von dem es denkt, es sei  nicht recht, so geht es zum Lehrer und fragt danach. Der Lehrer denkt vielleicht, es petzt, aber es kommt wirklich wegen der Frage, ob die Handlung gut oder böse ist.“
Kinder in dieser Phase gehen, wenn man sie denn lässt, kindgemäß „normal“ miteinander um. Sie wollen anerkannt werden, wollen wissen, wie sie beim anderen dran sind. Sie rivalisieren und streiten, versöhnen sich ebenso schnell wieder, gehen aufeinander zu und nehmen sich an, wie sie sind. Sie suchen nach Vorbildern, Orientierung und Regeln, ohne zwischen Religion und Moral einen Widerspruch zu empfinden.

Die dritte Phase der religiösen und moralischen Entwicklung beschreibt Maria Montessori wie folgt:

„Dann kommt das Reifealter. Der Jugendliche ist voller Großmut. Er will die  Menschheit retten ...“     
Diese Phase kennzeichnet die Suche nach Autonomie. Die Vorbilder aus der Welt der Erwachsenen stehen auf dem Prüfstand – Auseinandersetzung, Reibung ist angesagt. Regeln, aber auch Bindungen unter Gleichaltrigen (peer groups) gewinnen an Gewicht. Es geht um Abenteuer, Anerkennung, Freundschaft, letztlich um Liebe. Das Schlimmste aber: Jemand wird zu Unrecht verurteilt. Es dominiert eine außerordentliche Sensibilität gegenüber Unrecht, Unehrlichkeit und Doppelmoral.

Diese Phase der Erprobung moralischer Regeln ist wesentlich mitgeprägt von den inzwischen vom Kind entwickelten unterschiedlichen Gottes-Vorstellungen  – von der Vorstellung eines mehr liebenden Gottes oder eines strafenden Richter-Gottes, oder eines nur mystisch erfahrbaren Gottes. – Dieser Kampf um den wahren Gottesbegriff hat die Jahrtausende alte Religionsgeschichte geprägt.

Erwachsene, so M. Montessori, die es als ihre Aufgabe ansehen, ihre Seele zu reinigen und jede kleine Sünde zu beachten,  stehen psychisch auf der Stufe von Kindern von sieben bis zehn Jahren. Sie leiden an einer gehemmten Entwicklung.

„Gott ist für sie eine Medizin zur Reinigung ihrer Seele, sie vergessen die Menschheit dabei. Es muss etwas Größeres geben.“

Vieles deutet darauf hin, dass Menschen, denen die Religiosität der frühen Kindheit, die Erfahrung eines gütigen Gottes verschlossen blieb, weil sie extreme Lieblosigkeit oder extremes Leid erlebten, die also ihren Gott erst in der Phase von sieben bis zehn Jahren entdeckten, zu religiösem wie moralischem Rigorismus neigen. Die Erfahrung eines nur strengen, strafenden Richter-Gottes, während das Kind in die Phase der heteronomen, der fremdbestimmten Moral tritt, könnte eine der Wurzeln von Fanatismus und Terrorismus sein.
 
Die hier zitierten Beobachtungen von Montessori, Piaget und anderen, auch die damit verknüpften Bilder, Zeichnungen und Zitate zeigen: Das kompliziert scheinende Thema des religiösen und moralischen Empfindens von Kindern ist filmisch evident

dokumentierbar.  Die Kamera wird – ähnlich Piaget und Montessori - die Kinder beim Spielen, Malen, Musizieren, beim Erzählen von Geschichten und in Konfliktsituationen beobachten und ihr Regelverhalten, ihre Aussagen, vor allem aber auch ihre Emotionen aufzeichnen. Die Kinder werden am Schnittplatz in ihren Reaktionen beim Betrachten der Bilder gefilmt.  
                                      

          

 

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