"VERSÖHNEN STATT RICHTEN" (im Auftrag der MedienLB, 2013)

 

Ein authentischer Fall: V. ist mit 20 schon Mutter, ihr Sohn J. wird bald 2 Jahre alt. Sein Vater und sie haben sich geliebt, haben gestritten und sich getrennt, er hat sie misshandelt, sie hat ihn angezeigt und wollte, dass er bestraft wird. Der Staatsanwalt erhob Anklage, "eine Frau schlagen, das ist für mich grundsätzlich Arrest" - er fragt in die Kamera die Zuschauer, wie sie entschieden hätten. 

Die beiden schildern vor einer Schulklasse ihre Sicht der Ereignisse. Alle wollen, dass der Richter ein Urteil macht, dass Strafe sein muss. "Wir haben es ja nicht anders gelernt". - Alle außer dem Schüler Julian. Er begleiten nun die Beiden zum Gericht. Der Jugendrichter und der Staatsanwalt erinnern sich: Vor einem Jahr nahm die Hauptverhandlung eine Wendung - die Frage nach der Zukunft, dem gemeinsamen Kind, kam in den Mittelpunkt. Auf Vorschlag des Richters entschied sich V. zu einem anderen Weg: Dem Täter-Opfer-Ausgleich. Julian begleitet nun die Beiden zur Brücke eV, einer Mediationseinrichtung, in der mit Hilfe von 2 Sozialarbeitern das Geschehen aufgearbeitet wird, ohne dass es ein Urteil gibt. Die Wahrheit kommt schrittweise auf den Tisch, der Beschuldigte entschuldigt sich, Täter und Opfer übernehmen hier - anders als vor Gericht - die Verantwortung nicht nur für die Tat, sondern auch für die Folgen. Sie schließen einen Vertrag, wie sie künftig Konflikte einvernehmlich und friedlich lösen werden. Dieser Vertrag wird an das Gericht geschickt, das Verfahren wird eingestellt. 

Der Film wirbt für das in einer Reform des Strafgesetzbuches und des Jugendgerichts-gesetzes eingeführte Instrument des "Täter-Opfer-Ausgleichs" Es kann - viel zu wenig genutzt - nur funktionieren, wenn der Vorrang der Versöhnung vor Strafe im Bewusstsein der jungen Menschen auch verankert wird.     


 

"DOPING IM BREITENSPORT" (im Auftrag der MedienLB, 2013)

 

Ein Boxturnier, schon ein 12-jähriger träumt vom Profisport, von Klitschko und dem Geld, das man verdienen kann. Ihm und den Sportfreunden ist Doping ein Begriff, sie kennen solche Fälle, lehnen sie aber für sich ab. Ein Sportarzt und Dopingexperte führt durch den weiteren Film: Es geht in der Dopingprävention um die weit verbreitete "Schluckmentalität", um Leistungsdruck, falsche Vorbilder, Selbstwertgefühl, glücklich sein, zum Beispiel beim beim Surven und im Fitnesscenter. Die Versuchung ist überall, von der Schluckmentalität zur Dopingmentalität, von den Nahrungsergänzungsmitteln zu den illegalen Mitteln. Ein Ex-User beschreibt seine Doping-Erfahrungen, das "unbeschreibliche Gefühl ... es wächst und wächst ... Du hast Erfolg, auch bei den Frauen ... aber dann, die unvermeidlichen Nebenwirkungen ... wer die Wahrheit nicht wissen will ...".  Training im Boxclub, der führende Dopingexperte Prof. Dr. Treutlein macht ein Experiment mit jungen Boxern: Er ist für Doping, die andern sollen ihn widerlegen. Verblüfft merken sie, dass ihnen die Argumente ausgehen, dass sie einen routinierten, emotional argumentierenden Dopingsünder nicht leicht widerlegen können, dass sie sich ihrer eigenen Position erst bewusst werden müssen.   

 

 

Der Film hat einen "Daumen" bekommen, ferner folgende Bewertung: 

Fächerverbund Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit, Wahlpflichtfach Gesundheit und Soziales:

"Das Medium führt sehr anschaulich die Ursachen, Folgen und Methoden des Dopings vor Augen. Die Aussagen der vielfältigen Interviewsequenzen sind sehr gut verständlich. Indem das Medium zunächst mit den Ursachen des Dopings beginnt, knüpft es gut an das Vorwissen der Schüler an. Möglich wäre es auch, den ersten Unterpunkt "Dopingmentalität“ zunächst mit der Klasse zu besprechen und dann die Ergebnisse mit den Filmaussagen abzugleichen. Der spätere Input an Informationen und Fakten zum Thema kann mit Hilfe der Arbeitsblätter gut rekapituliert und weiter erarbeitet werden."


 

  ­­„Was Kinder stark macht ...“

 

Medieneinheit mit zwei jeweils autonomen Lehr-Spielfilmenauf "Mutprobe" und "Trau Dich" VHS und DVD

 

zur Gewalt- und Missbrauchsprävention für die 3. – 5.  Klassen sowie für Elternarbeit,

 

hergestellt im Auftrag des Bayer. Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung.

 

  

II. Film „Trau Dich“ :

 

 Thema und Konzeption :

 

 Der Film schildert aus konsequent kindlicher Sicht, wie sehr sexuelle Übergriffe Erwachsener das Selbstwertgefühl und die Eigenwahrnehmung von Kindern schwächen, wie ein hierdurch geschwächtes Kind ins Abseits zu geraten droht, wie wichtig es ist, dass die Signale der Bedrohung wahrgenommen und in Hilfe umgesetzt werden. Gleichzeitig wird deutlich, wie geschickt sexuelle Übergriffe Erwachsener als Zuwendung maskiert werden.

 

Die kindlichen Darsteller vermitteln aber auch, dass Kinder ein klares Gefühl für ihre Bedürfnisse und Grenzen, für Recht und Unrecht haben, dass es ihnen jedoch  schwer fällt, zu Missbrauch aus dem sozialen Nahbereich eine klare Wahrnehmung und Abwehr zu entwickeln, wenn dieser Sachverhalt „keinen Namen hat“.

 

Schließlich erfahren wir, dass derartige Konflikte lösbar sind, wenn Kinder nicht vereinsamen, sondern in ihrem Selbstwertgefühl und der Entfaltung ihrer Persönlichkeit gestärkt und in einer Gemeinschaft aufgefangen werden, wenn ferner die Eltern-Kind - und Lehrer-Kind - Beziehungen von Vertrauen getragen und konflikterprobt sind.

 

 Der Film „Trau Dich “ wird seit Herbst 2002 als VHS – Kassette über das FWU – Institut für Film und Bild in Verbindung mit einer Handreichung für Lehrer bayernweit kostenlos, bundesweit gegen Gebühr, allen Schulen und Bildstellen zur Verfügung gestellt.

 

  

Die durch Matthias-Film Stuttgart fertig gestellte und ab 2003 vertriebene DVD – Fassung enthält neben dem Film eine Fülle von Extras: Stichwörter, Experteninterviews, Kinderinterviews, Film-Fragen und Filmausschnitten.

 

 Lernziele:  

 

 Raum geben für kindliche Phantasie, Kraft und Kreativität;  

 

Mut machen, Gefühle auszudrücken, Körpersprache und intensive Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Person zu üben;

 

Gefühle und Erfahrungen von Freude, aber auch von Schmerz, Angst und Kränkung wahrnehmen und mitteilen lernen;

 

das kindliche Gespür für die eigenen Bedürfnisse und Empfindungen, die Sensibilität für das Empfinden anderer zu stärken;

 

Selbstbewusstsein und Ich - Stärke fördern, Mut machen, schlechte Geheimnisse auch auszusprechen, nein zu sagen und sich zu wehren gegen unangenehme, aufdringliche, bedrückende Ansinnen Erwachsener;

 

eine gute Klassengemeinschaft fördern, in der Kinder in ihrer Not nicht klein gemacht, sondern gestützt werden;

 

unterscheiden lernen zwischen vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Erwachsenen, die Bedeutung erwachsener Vertrauenspersonen erkennen, hierbei Mut machen, dem eigenen Gefühl, den eigenen „Antennen“ zu vertrauen;

 

allen Formen von Missbrauch den zutreffenden Namen geben, eine klare Orientierung, eine klare Benennung von Recht und Unrecht anbieten, um das Bewusstsein für das Recht der Kinder auf ihre körperliche und seelische Unversehrtheit zu stärken.

 

  

Inhaltsangabe:

 

 Der Film spielt in einem Kinderzirkus, die Handlung beginnt und endet mit dem Tag der Premiere.

 

 Die 10-jährige Lena schreibt in ihr Tagebuch und erzählt gleichzeitig von ihrer Freundin Sophie, von Alex, von der tatkräftigen „Hexe“, und all den anderen Zirkusleuten. Heute sei ihr schönster Tag, seit sie im Zirkus ist. Heute vor einem Jahr habe alles sehr traurig ausgesehen. In einer langen Rückblende berichtet sie, was seither geschehen ist: 

 

 Lena kommt mit einer Fünf in Mathe nach Hause – für die Mutter hat dies die Konsequenz, dass Zirkus „gestrichen“ ist. Gerd, des Vaters bester Freund, macht Lena Mut und bietet an, ihr Nachhilfeunterricht zu geben. Lena und ihre Eltern sind dankbar, der Zirkus scheint gerettet.

 

 Die Kinder proben, von älteren Jugendlichen, Big und Kevin, trainiert, am Trapez: Lena zeigt sich geschickt, sie wirkt mutig und glücklich.

 

 Dann aber vertraut sie, einsam am Wasser sitzend, ihrem Tagebuch an, sie habe Gerd gegenüber „so ein komisches Gefühl“. Er sei so nah, viel zu nah, gewesen. Aber nach der Reaktion der Mutter zu schließen, sei „alles in Ordnung“. – Vielleicht sei alles nur Einbildung.

 

 Die Zirkuskinder proben Einrad-Fahren. Lena, Alex und Sophie stürzen schmerzhaft übereinander, streiten, prügeln sich beinahe und versöhnen sich ebenso rasch wieder – für Lena ein Beispiel ihres gegenseitigen Vertrauens – „jeder kennt die Grenzen“.  

 

 Im Pausenhof der Schule: Ein Mädchen, Gaby, provoziert einen großen Jungen und wirft dessen Basketball ins Gebüsch. Der Junge stößt sie grob zu Boden. Die Jungs glotzen, die Mädchen rennen schreiend weg.

 

Gaby weint. Die Lehrerin versucht, den Vorfall aufzuklären, die Auseinandersetzung aber mündet in wechselseitige Schuldvorwürfe.         

 

 Lena und Sophie auf dem Schulweg: Während die Freundin noch über die Jungs schimpft. hält Lena sie fest und bittet sie, bei ihr übernachten zu dürfen. Sophie will erst noch ihre Mutter fragen, Lena wendet sich enttäuscht ab.      

 

 Einsam am Wasser sitzend vertraut Lena ihrem Tagebuch - in Überblendung auf das Geschehen - an, dass Gerd ihr erneut zu nahe gekommen sei, dass sie es nicht geschafft habe, wegzulaufen, dass sie sich ekle und schuldig fühle.

 

 Lena probt mit Anne am Seil. Sie erzählt von ihrem Vertrauen zur Trainerin, vom Umgang mit Angst und Schmerz beim Seiltanz und von der Erfahrung zunehmender Stärke.

 

 Lena träumt von ihrer Premiere – doch das Zelt ist leer. Sie will wie Big sein, nicht mehr Lena sein. Ein Schatten verfolgt sie. Der Schatten des Traumes blendet über in den Schatten des Vaters, der in Lenas Zimmer tritt. Lena schreckt hoch, schreit auf und versteckt sich vor den besorgt fragenden Eltern wortlos unter ihrer Bettdecke. 

 

 Im Klassenzimmer: Den Vorfall mit Gaby haben einige Jungs zu ausdrucksstarken Zeichnungen verarbeitet. Die Kinder suchen nach Antworten darauf, was zu tun sei, wenn sich ein derartiger Vorfall – Gewalt gegen eine Mitschülerin - wiederhole. 

 

 Bald ist Premiere. Beim Trapez-Training versagt Lena. Big und Kevin stellen sie vor den anderen zur Rede, wenn sie es jetzt nicht schaffe, müsse Sophie ihre Rolle übernehmen. Sophie weigert sich und will Lena unterstützen. Sie aber rennt nach draußen.

 

 Einsam am Wasser sitzend versucht Lena, den jüngsten Vorfall mit Gerd zu beschreiben, wie er sie festgehalten, geküsst und dann beschworen habe, dass dies alles ihr Geheimnis sei. Dann reißt sie das Blatt aus dem Tagebuch und wirft es ins Wasser.

 

Sophie ist Lena nachgegangen. Als diese vor ihr wegrennt, fischt Sophie das Blatt aus dem Wasser und beginnt zu lesen. Lena rennt zurück, nimmt ihr das Blatt weg, spontan umarmen sich die beiden, bevor sie scheinbar ziellos durch die Stadt laufen.

 

 Abends kommen sie „zufällig“ bei „Hexe“ vorbei. Die Frau spürt Lenas Not, liest das Blatt und ermutigt Lena, zu sagen, was geschehen ist, bevor sie die Eltern informiert.

 

Lena „nimmt Abschied“ von ihrem alten Tagebuch und gibt es „Hexe“ zur Aufbewahrung.

 

 Bei ihren Eltern angekommen, wird Lena von der Mutter liebevoll aufgenommen. Lena aber wendet sich zum Vater mit der bangen Frage: „Bist Du mir böse?“ Da umarmen sich alle Drei. Drei Wochen später schreibt Lena in ihr neues Tagebuch, dass sie „endlich wieder kuscheln, lachen, fröhlich sein“ könne.

 

 Blende: Heute ist Premiere, Lena und Alex sind hoch oben im Trapez: „Fast wie ein Traum ... " – sagt Lena. „Heute ist mein schönster Tag, seit ich im Zirkus bin.“

 

 Die Geschichte spielt in einem langjährig erfahrenen, attraktiven Kinder- und Jugendzirkus, wie er mit Charme und Professionalität im Kinder- und Jugendzirkus "Giovanni" in Hannover anzutreffen ist.


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